Jun 242016
 

TZ vom 24.06.2016

…. dazu nachstehend unsere Anmerkungen im Original:

„Generell stehen wir dem Thema der interkommunalen Zusammenarbeit sehr offen gegenüber, aber hierzu müssen nach unserer Auffassung vorab alle Fakten auf den Tisch. Die Art und Weise des politischen Austausches via Presse finden wir allerdings momentan etwas befremdlich, da hier nach unserem Verständnis zuerst die Mitarbeiter und Entscheidungsträger mit eingebunden gehören, ehe man schon mit etwaigen Ergebnissen nach vorne prescht. Hier hätte man erst die Informationsveranstaltungen abwarten sollen die für die Mandatsträger stattfinden. Wir verschließen uns der grundsätzlichen Diskussion allerdings nicht und informieren gerne zu unserem Standpunkt:

Für uns ist es bereits heute sehr wichtig, die IKZ nicht als die berühmte „eierlegende Wollmilchsau“ anzusehen. Jeder mögliche IKZ– Aufgabenbereich muss kritisch hinterfragt werden und mit monetären Kennzahlen und qualitativen Ergebnissen auch einer langfristigen Prüfung standhalten. Ebenso wichtig sind uns die Bürgernähe sowie die Auswirkungen auf unsere eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Wir möchten nicht den Beispielen im direkten kommunalen Umfeld folgen, wo kleine, ganz konkrete Arbeitssituationen im Rahmen einer IKZ schon interessante Früchte tragen können – aber positive Auswirkungen bereits im Klein-klein der Bürokratie verloren gehen.

Das ist nicht unsere Vorstellung von Verbesserung, denn hier mag vielleicht im Sinne der IKZ-Idee eine Verbesserung der Auslastung vorliegen – ob diese Einsparungen nun den Mehraufwand für die anderen betroffenen Mitarbeiter rechtfertigen, muss allerdings zumindest hinterfragt werden.

Nicht, dass wir davon ausgehen, dass dies im Rahmen einer IKZ immer so sein wird, wir möchten allerdings bereits jetzt für Sensibilität im Prüfverfahren werben. Optimierungen sind ganz sicher möglich durch Qualitätsverbesserungen aufgrund geringerer Arbeitsbreite bei gleichzeitig größerer Arbeitstiefe und damit einhergehender Spezialisierung der Mitarbeiter, was wiederum eine Verbesserung der Auslastung ermöglicht. Bei abnehmender Bevölkerung werden Kommunen zwangsläufig auch nicht mehr alle Dienstleistungsangebote aufrechterhalten können. Hier bietet die Kooperation mit anderen Kommunen natürlich Potentiale zum Gegensteuern.

Ein Punkt der uns noch etwas Kopfzerbrechen macht, ist möglicherweise die Nutzung verschiedener Software-Systeme – aber da wollen wir den Prüfergebnissen und noch ausstehenden Informationen nicht vorgreifen, sondern hoffen vielmehr auf gute Lösungsmöglichkeiten.

In welcher Organisationsform eine mögliche IKZ gegossen wird, ob enge Zusammenarbeit auf verschiedenen Gebieten die gegeneinander abgerechnet werden, oder in einem Zweckverband, einer Anstalt öffentlichen Rechts oder mittlerweile auch zulässigen Gesellschaften mit beschränkter Haftung, sollte aus unserer Sicht zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Rolle spielen. Die inhaltliche Arbeit sollte momentan noch im Fokus stehen und von hinten sollte man das Thema nicht aufrollen, das ist in unseren Augen alles andere als zielführend.

Alles in allem freuen wir uns nun auf die Informationsveranstaltung zu diesem Thema, denn wie schon richtig in der Presse beschrieben, handelt es sich um eine der wichtigsten Entscheidungen für die kommenden Jahre unser Gemeinde.“

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